Absolute Marktlücke:
Rollrasen für Reykjavik produzieren. Da es im Winter scheinbar zu kalt für Rasen ist, werden unglaublick große Mengen an Rollrasen für den Sommer benötigt, um der Stadt ein entsprechendes Flair zu verleihen. Die vor Ort begutachtete Qualität der Rasen (Räsen?) lässt sehr zu wünschen übrig. Da könnten wir "reingrätschen". Habe für uzumaki bereits erste Besichtigungstermine und ein dreimonatiges Betriebspraktikum bei einem Rollrasenhersteller organisiert. Uzu könnte auch etwas Eigeninitiative zeigen und mal die Lage in Südamerika checken.
je-guil - 2. Aug, 11:40
These: Es gibt genau zwei Arten haesslicher Frauen. Die erste hat ausschliesslich huebsche Freundinnen. Die zweite ist genau das Gegenteil, sie zieht andere haessliche Frauen an und umgibt sich nur mit ihresgleichen. Dazwischen existiert nichts.
Bei Facebook & Co draengt sich die These auf. Liefert die Psychologie hier naheliegende Erklaerungen (versteckter Auftrag an Je Guil)?
uzumaki - 28. Jul, 00:23
Über 3 Monate wurden ausschließlich lokale Biere aus dem lateinamerikanischen Raum konsumiert, nahezu allesamt Pilsner Brauart.
Nach Ablauf der 3 Monate wurde ein eiskaltes Bier der Marke Becks (Glasflasche, 0,33l) zum Geschmackstest getrunken.
Testergebnis: Becks kann einiges.
uzumaki - 20. Jul, 23:08
Bitte auch in Bogota über folgende vielversprechende Idee für daskursiv nachdenken:
daskursiv bringt monatlich ein Magazin heraus, dass sich auf brandaktuelle gesellschaftliche Themen bezieht (Kultur, Politik, Zeitgeschichte, Gesellschaft etc.) Zu brandaktuellen Themen, wie z.B. Bankenpleite, werden nur Texte veröffentlicht, die älter als zwanzig Jahre sind. Es gibt bestimmt ältere Texte, die sich schon im weitesen Sinne mit dem Thema Terrorismus auseinandergesetzt haben. Vielleicht hieß das noch anders, meinte aber das Gleiche.
Habe neulich mal wieder in Enzensbergers Kursbüchern geblättert (in welchem Rainald Götz bereits veröffentlicht hat )und einen Artikel gefunden vom August 1968 mit dem Titel "Kritik der Futurologie" von Christian Koch, der sich bestimmt auf aktuelle Dinge beziehen ließe. Hab allerdings keine Lust ihn ganz zu lesen. Wär aber wahrscheinlich echt interessant.
je-guil - 14. Apr, 22:57
Neulich 25€ Knöllchen bezahlt. Uzumaki parkt nur exquisit.
Rainald Götz hat erschreckend viel mit unserer Grundidee zu tun. Hat bereits sehr viele Dinge unternommen, die zu daskursiv passen. Hier eine kurze Überischt aus bei wikipedia herauskopierten Fragmenten:
- Die Studiengänge Geschichte und Medizin schloss er jeweils mit einer Promotion ab
- Veröffentlichung im Kursbuch, in der Goetz unter dem Titel "Der macht seinen Weg" den bisherigen Verlauf seines Studiums und seine soziale Isolation schilderte.
-Vor laufenden Fernsehkameras ritzte er sich während einer Lesung mit einer Rasierklinge die Stirn auf
- schrieb Rainald Goetz in Berlin ein Netztagebuch unter dem Titel "Abfall für alle", in dem er seine Tages- (und Nacht-)eindrücke aktuell auf einer Webseite veröffentlichte
- Ein zentrales Thema war damals die Soziologie von Niklas Luhmann (!!!!!!!!!!!)
- Zu den Themen, die Goetz literarisch verarbeitet hat, zählen der Deutsche Herbst, seine eigenen Erfahrungen bei der Arbeit in der Psychiatrie und die Techno-Bewegung in Deutschland
- Die Wahrnehmung des Erzählers ist meist die eines Solitärs und Einzelgängers, dessen Alltag von geistiger Arbeit geprägt ist und dessen Eintreten in die jeweiligen Musikszenen (Punk in Irre, Techno in Rave) als wichtige Ergänzung zur sonstigen Lebensorganisation wahrgenommen wird.
Rainald Götz ist daskursiv! Vielleicht sollten wir überlegen, ihn unter Vertrag zu nehmen. Vielleicht könnte der uns noch weiter bringen.
je-guil - 14. Apr, 22:37
Hier der obligatorische Beitrag aus Bogotá.
Gut angekommen und begeistert. Geheimnisvolle, fast immer nebelverhuellte Anden ragen ueber dieser lauten, dreckigen Stadt auf und wirken irgendwie unheilvoll. Mir gefaellt diese abgefahrene Stimmung gut und ich bin doch ueber die Entwicklungsstufe von Bogotá ueberrascht. Die Hoehe von 3000m macht mit allerding zu schaffen. Und die Tatsache, dass man benutztes Toilettenpapier nicht in die Toilette werfen darf , sondern nur in einen separaten Eimer neben der Toilette (Achtung: Grosses Potenzial fuer interessante Suchbegriffe im Kursiv).
Trotz dieser Hektik, der Massen, des Laerms, der Luftverschmutzung usw. interessieren mich die Beitraege Rainald Goetz und You-She. Bitte um Hintergrundinfos.
Soweit so gut. Hasta la proxima. Uzumakolumbien
uzumaki - 10. Apr, 18:13
Habe vor einiger Zeit einen Beitrag im Radio gehört von und über Holger Czukay. Holger Czukay war mitbegründer der Band "Can" und hat bereits in den 60ern experimentelle Musik mit Technoelementen gemacht (ACHTUNG: GEFÄHRLICHES HALBWISSEN). Mittlerweile ist Czukay irgendwas zwischen 60 und 70 Jahre alt und redet halt wie jemand der alt ist, aber schon abgefahrenere Dinge erlebt hat als die heutige Jugend es jemals tun wird. Wie jemand der am Puls der Zeit gelebt hat und diese von unten mitbestimmt hat. Wo ich aber eigentlich drauf hinaus will ist seine Frau oder Freundin, eine weibliche Person, mit der er halt mehrere Alben produziert hat oder gerade produziert oder so. Diese Frau, ähnliche Altersklasse, vielleicht etwas jünger, hat einen Namen mit dem wunderschönen Klang "You-She". Sie wird ähnlich viel erlebt haben denkt man sich, wahrscheinlich lange in Asien gelebt oder Tochter eines asiatischen Diplomaten oder was auch immer dieser Klang an Assoziationen erlaubt.
Getauft ist sie auf den Namen "Uschi"
je-guil - 8. Apr, 23:45
Spuren sammeln: Rainald Götz
je-guil - 8. Apr, 23:44
Hier kommt nun die versprochene Alibi-SMS, die ich mal in einer gefährlichen Situation getippt habe. um beschäftigt zu wirken und so der Gefahr entkommen zu können. Die Situation zog und zog sich in die Länge, so dass ein recht umfangreicher Text dabei rauskam:
"Alles klar, wir kommen um 3 Uhr an - am besten treffen wir uns im Brauhaus um die Ecke oder nicht? Ich glaube, ich komme dann später nach oder seid ihr dann schon weg? Bin bestimmt bis 3 Uhr da, wenn wir nicht sofort dran kommen. Ich weiß eh nicht, ob es funktioniert, weil wir dann keine Möglichkeit mehr haben, meine..."
Die Nummer hat meines Erachtens ganz gut gezogen, interessant ist, dass man schon sinnvolle Sätze bilden kann obwohl man auf was ganz anderes achtet.
Von dieser Sorte SMS werde ich in Südamerika wohl noch so einige tippen... Vielleicht lohnt eine eigene Kategorie??
uzumaki - 20. Mär, 12:54
Meine erste Notitz in dieser Kategorie, die ich erstaunlicherweise sträflich vernachlässigt habe.
Es lief kürzlich eine Doku über "Trio". Bin ziemlich gefläscht (geflasht) und habe direkt 26Euroen in ein Doppel super-duper digital remastered Album ausgegeben, obwohl mir das normale Album für 6 € gereicht hätte, gibts aber nicht.
Rückblickend ist die Band total falsch eingeordnet worden. Extrem hoher Punkanteil, super live-performance und sehr undergroundig. Also mal abgesehen von diversen Autritten bei Dieter Thomas Heck und DaDaDa.
je-guil - 23. Feb, 22:18
Merken der letzten Gedanken:
"Systemtest"
und
Sammeln von Dingen
Außerdem dringend anhören: Trio
je-guil - 23. Feb, 22:02
...auch für das kursiv. 2010 wird das kursiv wieder international. England, Holland, Thailand - Zeit für The Americas!
uzumaki - 29. Jan, 18:23
Maeleachlainn dreht sich im Kreis,
was nur er weiß
die Sonne kommt rauf
aber er steht immerwieder auf.
Die Iren schlagen sich vor unserm Zelt
Den Iren gehört hier heute die welt
Wir werden uns nicht beschweren
je-guil - 16. Sep, 19:41
Brauche jetzt wirklich mal Lyriks, um eines meiner Hobbies wieder zu raktivieren.
Hierfür benötige ich lyriks, die jetzt mal sukzessive hier aufgebaut werden sollen. Werde deswegen auch eine neue Kategorie anlegen. Leider habe ich keine Ahnung, wie man an so lyriks rangeht. Ich geh also einfach mal ran.
Refrain:
Aleksey tanzt immernoch in Kasachstan,
denn er ist Profi und hats geschafft.
je-guil - 16. Sep, 19:33
Ab wann hat man es als Hip-hop-Tänzer geschafft? So geschafft, dass die Jungs, mit denen man in seiner Freizeit begonnen hat zu tanzen und aus denen Frisöre, Bürokaufmänner oder Lehrer geworden sind sagen: Der hats geschafft, der hat seine und unsere Träume verwirklicht?
Die Homies von P A, um den es hier geht, denken wahrscheinlich: "Der hats geschafft." Hat er ja auch. Er kann von seiner Tänzerei leben. Allerdings hat er es nicht auf die großen Hip-hop Bühnen dieser Welt geschaftt, sondern tanzt zu der Musik von einem 72-jährigen Vibraphonisten, einem Saxophonisten und einem Schlagzeuger, die jegliches Aufkommen von Harmonie und Rhythmik im Sinne des Free-Jazz im Keime ersticken. Unser Mann wird als vollwertiges Bandmitglied bezeichnet, die anderen achten auf seine Bewegungen. Bei allzulangen Improvisationspassagen der Instrumentalisten stellt er sich auf die rechte Seite der Bühne und lächelt.
In Bandankündigungen liest sich das dann so:
"...zum gemeinsamen Dialog mit der Koerpersprache von P A, dessen Ausdruckskraft und taenzerisches Vokabular weit ueber den Breakdance hinausgeht, sich ins Sichtbare steigert und die Performance zu einem intensiven Gesamtkunstwerk aus Musik und Tanz werden laesst."
Was denken dann die Homies, wenn sie sich in ihren aus den untersten Schubladen hervorgekramten alten Hip-Hop-Kutten, nach Wochen voller Vorfreude, in denen sie die alten Scheiben gehört und den alten Geist beschworen haben, verstört auf einem Free-Jazz-Konzert wiederfinden?
je-guil - 1. Sep, 21:49
Salamitaktik. Scheibe für Scheibe. Für's erste:
Name: Maeleachlainn, auch Maeleachlain oder Maglochlainn.
Arbeitgeber: Janssen Pharmaceutica NV, 100% R&D-Tochter von US-Konzern Johnson&Johnson. Hauptsitz: Beerse, Belgien. Nahe Antwerpen, ca. 60 km von Hasselt.
Heimatort: Derry, Nordirland.
uzumaki - 23. Aug, 19:30
Pointierte Geschichten haben mich direkt an eine Story erinnert und hab sie mal aufgeschrieben. In jedem Fall muss man mit der Pointe anfangen, wie bei einem Witz. Zumindest im Konzept. Diese Geschichte hier hat eigentlich keine wirklich Pointe aber ist m.E. aufschreibenswert.
Titel: Endlich Schneider heissen
Ich hätte niemals gedacht, dass ich mich danach sehnen würde, Schneider zu heissen. Allerweltsname, wird in Cliquen gerne statt Vorname verwendet. "Ey Schneider, bring mir mal ein Bier mit".
Trotzdem passiert.
Mittwoch Abend, Spanischkurs. Anschließend fragen mich zwei Mitstreiter, ob wir zu dritt nicht noch was trinken gehen wollen. Es ist warm, ein lauer Sommerabend, also willige ich ein. Nette Runde, ein Typ und ein Mädel, beide Ende 30, typisch Kölner Art, nett und aufgeschlossen. Es wird also schnell locker und humvorvoll und sehr früh kommen auch persönlichere Themen auf. Nach einer Stunde ertappe ich uns dabei, wie wir über einen gemeinsamen Berlin-Trip reden. Über's Wochenende, mal richtig einen drauf machen. Wir könnten alle bei ihren Eltern pennen. Dann erzählt sie von ihrer Spinnenphobie. Das Thema geht auf Insekten über und ich gebe eine Anekdote aus England zum besten:
Da bin ich mal mitten in der Nacht völlig schlaftrunken auf die Toilette, hab den Deckel hochgeklappt und sah einen dicken fetten Weberknecht in der Schüssel sitzen. Ich dachte mir, alles klar, du bleibst da in der Schüssel sitzen, ich pass auf und du kriegst schon nichts ab. Als ich also gerade loslegen wollte, fliegt der Junge los und mir doch direkt in ein Hosenbein der Boxershort rein. Alles was ich so schnell noch rauskriegen konnte war "Nicht da rein!". Drinnen gabs dann ordentlich Gezappel und ich sah mich am Ende gezwungen, seinem Leben mehr durch Drücken als durch Schlagen ein Ende zu machen.
Als ich die Geschichte zu Ende erzählt habe, fragt mich die Spinnenphobikerin, wie sich das denn für mich angefühlt hat, als der da so auf der Haut war. Und jetzt passiert das Malheur. Ich sage: "Am Anfang ganz interessant. Mit 6 Beinen und 2 Flügeln konnte der Junge ganz schön Gas geben". Die beiden brechen in Gelächter aus. Meine Ergänzung, dass es im zweiten Moment eklig und unangenehm war, kommt natürlich zu spät. Als sich das Gelächter beruhigt, versuche ich direkt ein anderes Gesprächsthema zu eröffnen. Vergebens. Es geht nur noch um den Weberknecht. Immer wieder Nachfragen, nochmals die Details, nochmal die ganze Geschichte. Ich will krampfhaft von dem Thema weg und ich weiss auch warum: wir bestellen noch ein Bier und schon werde ich zum ersten Mal mit "Weberknecht" angeredet. Danach folgt jedes Mal Gelächter. Mein Intervenieren ist zwecklos. Immer öfter fällt der neue Name, auch an Nebentischen wird geschmunzelt. Also beklage ich mich nochmals etwas sachlicher. Von wegen dass das ja wirklich kein schöner Spitzname wäre. Erst werde ich extra nochmal Weberknecht genannt, dann folgt wieder Gelächter, aber schließlich kommt das Angebot. Na gut, vielleicht nennen wir dich dann Schneider. Bei mir macht sich Hoffnung breit. Schneider ist besser als Weberknecht. Das könnten andere Leute für meinen Nachnamen halten. Danach rutscht beiden doch immer wieder Weberknecht raus, gefolgt von Gelächter. Und ich will nur noch Scheider heissen.
uzumaki - 9. Aug, 12:23
Ich würde gern mal sowas wie deine Dinostory schreiben. Kurz, auf die pointe hin stringent zulaufend und trotzdem Bildlich und anschaulich. Leider passieren mir nicht so schöne Pointen:
Ein große, stabile Frau in Rosa mit eng eingeschnürten, überdimensionierten Brüsten ging gerade die Straße entlang. In der Hand eine Leine, an dessen Ende ein winziger Köter. Alle Leute im Cafe schauten der Frau mit Ablehnung im Blick nach. Vor mir fing der Köter an zu kleffen , was mit einem entschiedenen Ziehen an der Leine und einem noch entschiedeneren "Lilly" von der Herrin quittiert wurde. Zwei Mädels, einige Tische weiter, hübsch, aber mir eher unsympathisch, da in einer Tour nur geschnattert wurde, amüsierten sich über den Namen des Hundes, den sie als "Benni" verstanden haben. Wie heißt der Scheiß Köter denn jetzt?
je-guil - 5. Aug, 21:37
"Sie standen unter einem schattigen Baum und bildeten, aus der Ferne gesehen, ein kleines Häufchen Elend. Pablo hatte noch sein buntes Clownskostüm mit der übergroßen Fliege an und stopfte sich gerade ein großes Stück gegrilltes Fleisch in den Mund. Andi und Max unterhielten sich am Grill. Brendon stapfte wie immer stoisch und unbeirrbar über den Campingplatz und sprach die neuankommenden Besucher an. Mit seiner massigen Gestalt wirkte er dabei eher unbeholfen."
je-guil - 5. Aug, 21:33