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Memo

Geistige Memo zu deinem Steppenwolf-Artikel: Exakt das gleiche in Schillers Ästhetik (Trieb und Verstand) und beim blauen Reiter und wahrscheinlich noch an einigen Punkten mehr. Da fällt mir die Dekonstruktion ein, welche die elende Zweiteilung im menschlichen Denken, z.B. Gut und Böse, Körper und Geist, Verstand und Trieb usw. verurteilt. Wobei der Bürger bei Hesse versucht, genau dazwischen zu bleiben. Ein Tanz mit einem rohen Ei. Der ideale Charakter bei Schiller handeld rein triebmäßig dem Verstand gemäß. Blanke Theorie. Ich geh jetzt meinem Trieb nach und trink noch ein Bier.
steppenhund - 6. Jan, 21:56

Den Steppenwolf sollte man, wenn man ihn auf diese Weise betrachtet, schon im Kontext mit Siddartha, Narziss und Goldmund und dem Glasperlenspiel betrachten. Hesse hat die Dichotomie zwischen Körper und Geist schon sehr bipolar gesehen. Im Steppenwolf tritt er aus seiner eigenen These heraus, in dem den Wolf in tausend Persönlichkeiten zerbrechen läßt. Zu einer echten Synthese zwischen Körper und Geist kommt es aber auch im Steppenwolf nicht.
Immerhin gesteht Hesse aber zu, dass beides benötigt wird.
Am schönsten im Glasperlenspiel durch das Gedicht: "Doch heimlich dürsten wir ..."

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