Ich habe sowas von kein Bock mehr. Bin mir auch echt nicht sicher, ob ich gut vorbereitet bin für morgen, aber nützt jetzt ja eh nichts mehr.
Aber in meinem sonst so tristen Lernalltag habe ich jetzt doch etwas, über das ich mal schreiben muss:
Es handelt sich hierbei um eine Frau. Keine sehr schöne Frau, eher ekelig, vielleicht Mitte dreissig und die ich auf Grund ihrer Eigenarten als eigenwillig beschreiben würde, vielleicht auch als total durchgeknallt. Wenn ich hier an meinem Rechner sitze, kann ich auf die andere Straßenseite schauen. U.a. auch auf das schon seit Ewigkeiten leerstehende Geschäft, mit Wohnungen darüber. Das Geschäft unten besteht nur aus einer Fensterfront und aus einem Eingang aus Glas. Direkt daneben ist auch der Eingang zu den Wohnungen und die Klingeln. Dieser Eingangsbereich ist etwas zurückgesetzt, so dass eine kleine Niesche entsteht. Und die besagt Frau hat es irgendwie mit dieser Niesche. Sie scheint geplagt zu sein von diversen Zwängen, die mit dieser Örtlichkeit zu tun haben. Jetzt im Winter haben sich ihre Rituale etwas erweitert, im Sommer bringt sie nur die abgespeckte Version. Sie hat immer eine vollgepackte grüne Tasche um die Schulter hängen und kommt meist von der linken Seite. Dann geht sie in die Niesche und stellt die Tasche auf den Boden. Im Winter, also jetzt, macht sie sich zuerst untenrum frei und pinkelt in die Niesche. Zumindest vermute ich das, denn sie geht in die typische Hockstellung. Danach richtet sie sich auf, zieht den Schlüpfer so hoch, dass er den Pullover fein warm in sich aufnimmt und da scheint es ihr egal zu sein, das man ihren Bären sieht, den sie übrigends bei Gelegenheit auch mal im Sommer den vorbeifahrenden Autos zeigt, in dem sie ihren Rock kurz und schnell anhebt. Aber nur so kurz, dass es kaum jemand bemerken dürfte. Auf jeden Fall zieht sie sich danach die Hose hoch und fängt an in ihrer Tasche zu kramen. Dort holt sie eine Bürste raus, nimmt ihre rote Mütze ab und bürstet sich die Haare. Das aber auf eine merkwürdige Weise, indem sie in regelmäßigen schwungvollen Bewegungen den Kopf nach vorn und zurückwirft. Wenn sie das zu ihrer Zufriedenheit erledigt hat nimmt sie sich einen Lappen, oder vielleicht auch ein altes T-shirt aus der Tasche und reibt sich die Stirn. Auch dieses wieder sehr sorgfältig und mit einer Inbrunst, dass es weh tun muss. Danach noch eine Schluck aus ihrer grünen Flasche, ich glaube es ist Wasser. Dann kann es durchaus passieren, dass sie sich nocheinemal die Stirn reibt oder nocheinmal den Bürstenvorgang wiederholt. Danach packt sie alles zusammen und geht meistens, nicht immer, um die Hausecke richtung Parkplatz. Es kommt aber auch vor, dass sie Richtung Innenstadt abzieht. Im Sommer habe ich sie nur Sonntags so beobachten können. In letzter Zeit passiert das an allenmöglichen Tagen. Ich muss mal auf die Uhrzeit schauen, würde mich nicht wundern, wenn sie sich täglich um 14.28 die Stirn reibt.
Was macht sie, wenn das Geschäft mal wieder genutzt wird?
je-guil - 2. Mär, 21:46
Hab gerade deinen Paketbrief abgeholt. Ich checke gleich mal ob abgesehen von den ersten Deutschlnd-Seiten noch was fehlt. Sieht auf den ersten Blick sehr hilfreich aus.
Viel gibts sonst nicht zu berichten, hab mich am Wochenende extrem abgefuellt. Bin mit P., meinem irischen Mitbewohner, losgezogen. Wir sind beide fans von traditionellen pubs bzw. pubs, die besondere biere haben oder so, also eigentlich alle pubs, die nicht irgendwelchen Ketten angehoeren. So haben wir uns vor einiger Zeit vorgenommen, diverse alte oder klassische Pubs in der Stadt anzusteuern, an denen man sonst nur vorbeilaeuft und nicht reingeht, stattdessen aber viel zu oft in den trendy bars abhaengt. Alte pubs haben mehr stil und sind viel billiger. Also sind wir am Freitag ins seven oaks, traditionelles ding, aber nicht der renner. danach ins old monkey, ein starkes bier extrem guenstig getrunken, aber das publikum war irgendwie zu alt. anschliessend sind wir ins fuenfte strasse und da haben wir uns mit einer vodka + billigbier Kombination ganz schnell kaputtgeschossen.
Naechstes WE ist p.s geburtstag und wir haben vor, schon frueh loszusiehen (das heisst hier dann gegen 6) und ein paar nette pubs abzuklappern und spaeter in einen club namens south. Komm doch auch auf ein paar bierchen vorbei. Abends lernst du doch garantiert eh nicht und Pausen muessen auch mal sein.
ansonsten gutes Vorankommen und bis bald mal
uzzzzzzzzzz
uzumaki - 1. Mär, 13:41
Moin,
du solltest die Bewerbung jetzt wirklich langsam rausballern. Bin mir bei dem zweiten Absatz des ersten Textes nicht sicher was du meinst, also habe ich so uebersetzt, wie ich das verstanden habe und insgesamt die texte etwas ausgepumpt. Nimm einfach raus, was dir nicht passt. Du solltest dein Arbeitsfeld, deine zentralen Fragen vielleicht noch etwas mehr verkaufen. Vielleicht einen Verweis, wieviel Potential das Thema in den letzten Jahren gezeigt hat und wieviel Spielraum und Varianten moeglich sind, so dass klar wird, dass da noch einiges zu holen ist. Die Installationen, die sich an die Umgebung anpassen (Ende Text eins), sehe ich leicht fehlplaziert oder aber da kommt noch was dran. Ansonsten wuerde ich die eher in den ersten Absatz packen, da da ja eher grobe Richtungen angegeben werden und du koenntest die Installationen als weiteres Feld nennen, in dem du dich engagieren moechtest.
uzumaki - 28. Feb, 11:15
Ich habe gerade noch mal an meiner Bewerbung gearbeitet und will die jetzt endlich wegschicken. Deswegen hier ersteinmal vorläufige Textübersetzungen. Ich weiß sonst echt nicht , was ich da noch großartig schreiben soll.
Your plans for future work
I want to continue my way based on the submitted work and follow my questions. As my function (Arbeitsweise) is very influened by the process of working I can only guess in which way I may develop. During the last year I engaged more often with installations, which were made for concrete localities or which could adapt to localities. So I just want to work and work and work and work and work.
Reasons for application
Actually I´m at the end of my studies and the appetence for the free enhance of my art became very strong. I´m searching for an opportunity to keep on working beyond an University or academy but anyhow under control and support and to advance myself autonomous from an art market.
Aber ich denk nochmal drüber nach
je-guil - 28. Feb, 01:04
Ja, auch da wirst du wohl recht haben. Ich werde jetzt noch ein bis zwei Stündchen versuchen, da Struktur reinzukriegen und dann mit dem anderen Thema anfangen.
Wieso schreibst du eigentlich auch am WE? Bist du da auch in der Bib oder hast du eine andere Möglichkeit gefunden, ins Netz zu kommen?
Da wo das Hugos war ist nur ein einziges riesiges Loch.
Hast du uns eigentlich von der Veröffentlichung auf twoday rausgenommen? ODer haben die uns wegen fehlender Struktur rausgeworfen? Ist auf jeden Fall in Ordnung.
Und unsere Kategorien dümpeln fröhlich vor sich hin.
je-guil - 27. Feb, 13:48
Sacken lassen.
Das ist es, was du machen musst. Es sacken lassen.
Verwirrende Themen, denen eins fehlt, naemlich Struktur, muss man sacken lassen. Mit der noetigen Distanz werden dann Strukturen sichtbar. Von daher klingt es schon ganz sinnvoll, erstmal ein anderes Thema einzuschieben.
Der Herr V. hat mir damals die Panik genommen, als ein Thema nur noch Wirrwarr im meinem Kopf war, in dem er sagte: Da muss Ihnen ja gelegentlich gehoerig der Kopf qualmen, aber geben Sie nicht auf, beissen Sie sich durch. Ich wuensche Ihnen einen klaren Kopf und alles Gute.
Toll, der Mann. Da wusste ich, dass auch einer der grossen, gut, vielleicht noch nicht in unserer Meister-Kategorie, aber direkt darunter rangiert der Herr V. schon, dass also auch so einer mein Thema extrem schwierig fand. Es gibt also diese Themen und ich glaube so eins hast du mit deiner Wertung auch an Land gezogen. Das hast du dir natuerlich selbst eingebrockt, aber in so einem Thema liegt ja auch die Herausforderung. Du haettest ja auch "Fontane: Leben und Werk" als Thema waehlen koennen. An Struktur und Klarheit haette es da wohl nicht gemangelt. Fuer den Prof ist Wertung wahrscheinlich auch kein simples Ding und es ist vielleicht etwas beruhigend sich vorzustellen, dass es nicht nur an der Beschraenktheit von einem selbst liegt, sondern dass so ein Thema auch grossen Denkern Kopfschmerzen bereitet.
Ach so, was ist jetzt eigentlich da, wo vorher das Cubana und diese ganzen Haeuser waren?
uzumaki - 27. Feb, 13:44
Fühle mich gerade echt wie ausgelutscht. Habe heute den ganzen Tag geackert, um mir die Theorien literarischer Wertung reinzuziehen und das ist alles total durcheinander und wirr. Langsam kommt die erste Panik, da ich für die Klausur nur noch sechs Tage zu lernen habe. Morgen muss ich erst ein anderes Thema einschieben.
Tja, weiss gar nicht was ich schreiben soll... Dann schreib ich auch erst mal nix
je-guil - 26. Feb, 22:29
Ach ja, noch was zu deiner literarischen Wertung. Du meinst, ohne Wertung muesse alles veroeffentlich werden bzw. Wertung sei also als Qualitaetsfilter notwendig. Dieser Aspekt wird im Internetzeitalter womoeglich komplett neu auszuloten sein. Theoretisch kann ja jeder seinen Kram publizieren, also ist die Wertung nicht mehr notwendig, um begrenzte Kapazitaeten zu verteilen. Die Knappheit der Kanppheit mal wieder.
Wertung wird natuerlich weiterhin wie erwaehnt als Qualitaetsfilter wichtig sein und nicht verschwinden. Aber die Funktion der Wertung verlagert sich vielleicht etwas.
Urspruenglich war das aber gar nicht der Punkt, auf den ich hinauswollte. Ich habe nicht die Funktion von Wertung generell in Frage gestellt. Mir ging es eher um die Wertung des Publikums, des Lesers, des Kinogaengers usw. Die Notwendigkeit einer Wertung bzw. Grenzziehung zwischen Kunst- und Nicht-Kunst aus Rezipientensicht sehe ich einfach nicht. Und diese Wertung steht ja offensichtlich auch kaum in Verbindung zu der notwendigen Wertung von Literatur, die verlegt werden soll. Denn dabei zaehlt doch nicht was Kunst oder Nicht-Kunst ist, sondern was sich verkauft, oder?
uzumaki - 24. Feb, 15:36
Nur kurz zum Fernsehen: Werbung stellt nur eine von mehreren Erloesquellen fuer privates Fernsehen dar. Ohne Werbung muessten Privatsender eben auf Bezahlfernsehen umsteigen, aber das duerfte ja kein Problem sein.
Die Pilzmetapher passt aber am allerbesten auf Outdoor-Werbung. Eine Lokomotive wird zur Werbeflaeche, ebenso wie die Abdeckung eines Hochhauses, das neu gestrichen wird. Und dabei kommt die Zweitfunktion von Werbung deutlich hervor: Werbung kuemmert sich nicht, was fuer ein Haus das ist und was damit passiert. Werbung setzt sich auf alles und jedes und hat mit der eigentlichen Funktion gar nichts zu tun. Ob dieser Tauschwert den Nutzwert uberschreitet ist nun die Frage. Vielleicht wird das Haus nur noch gestrichen, weil die Werbeflaeche so lukrativ ist und viielleicht wird daneben eine ganzes Hochhaus ueberhaupt nur gebaut, um als Werbeflaeche Geld einzubringen. Die gesellschaftlichen Funktionen der Objekte hinter der Werbung scheinen zwar weiterzulaufen, aber es scheint eben, als ob die Werbung den Takt angibt und lenkt.
Zu Werder: Tut mir Leid, fuer deinen Verein, aber ich hatte das Gefuehl, es war Zeit fuer sowas. In Bremen muss nochmal was passieren. Beck's muss endlich Werder sponsorn.
Bayern war natuerlich schoen anzusehn, woebi die hier auch nochmal ordentlich auf die Fresse kriegen koennen. Bin mal gespannt.
uz
uzumaki - 24. Feb, 15:29
Um nocheinmal auf das Problem von Kunst bzw. Nicht-Kunst zurückzukommen:
Sollte es wirklich keine Grenzen mehr geben, dürften wir in keiner Weise mehr werten. Dummerweise wird aber überall gewertet. Der Verleger der ein Buch rausbringt wählt es nach bestimmten Kriterien aus, wertet also. Derjenige, der ein Buch kauft, wählt aus einer Fülle von Möglichkeiten aus, ob bewusst oder unbewusst, er wertet also. Gäbe es keine Hierarchisierung innerhalb der Kunst und somit auch keine Wertung, müsste alles, was geschrieben wird auch veröffentlicht werden und dann wäre der Gegenstand der Literaturwissenschaft alles und nichts. Das wird wohl nicht funktionieren.
Damit wären wir aber auch schon direkt bei deinen Überlegungen zur Werbung.
Du hast auf jeden Fall Recht mit deiner Metapher vom Pilz. Was wäre ohne Werbung? Es würden sich nur noch Produkte auf Grund ihrer Qualität durchsetzen, per Mundpropaganda. Das wäre ein riesieger Vorteil, weil man sich nicht mehr bescheissen lassen müsste. Der kleine Einzelhändler hätte bessere Chancen, es gäbe noch viele kleine Gastronomiebetriebe, und Saturn und Mediamarkt hätten ohne ihre Gehirnwäsche schon dicht gemacht. Ebenso wie Obi, die mich mit ihrem bibergünstig statt schweineteuer sowas von ankotzen.
Allerdings gäbe es keine Privatsender mehr, sondern nur noch staatliches Fernsehen. Noch Nebenwirkungen, die ich vergessen habe?
Kriege langsam ein wenig Panik, da ich nur noch 6 Lerntage habe, um mir das Thema: "Theorien literarischer Wertung, Darstellung und Kritik" reinzziehen. Und die einzelnen Theorien sind doch arg vertrackt. Deswegen mach ich da jetzt mal weiter.
P.S: Bremen hat gestern krass einen auf die Mütze bekommen.
je-guil - 24. Feb, 12:07
Das ist eine sehr interessante These. Deine Frage folgt aber zurecht: Wieso gibt es die Grenze scheinbar noch immer? Und wie legitimiert sich die generelle Annahme, dass es Kunst und Nicht-Kunst bzw. Hoch- und Massenkultur gibt heutzutage? Dein Verweis auf das Bildungsbuergertum ist sicher richtig, aber ist das auch heute noch ein Motiv? Soziale Identifikation und Abgrenzung? Das korrespondiert ja zu einem guten Teil mit dem Elitismus, dem ja auch eine Abgrenzung inhaerent ist. Ich muss da nochmal in Ruhe weiterdenken.
Hoer endlich auf die Absurditaet zu multiplzieren und Suchanfragen zu kommentieren. Wir sind bei deinem derzeitigen Lieblingsbegriff "Einl..f" bei google schon auf Seite 9. Ich stelle mich dir entgegen und versuche jetzt mal, daskursiv aus dem derzeitigen medizinisch-pornographischen Umfeld weiter in Richtung Medienwissenschaft zu schreiben.
Habe naemlich gerade gelesen, dass die franzoesische Traditionszeitung Le Monde vermutlich einen Finanzpartner gefunden hat, um der wirtschaftlichen Krise zu entkommen. Und zwar handelt es sich um den spanischen Medienriesen Grupo Prisa, der in Spanien im Zeitungs- und Rundfunkmarkt sehr aktiv ist. Ich hoffe nun aus rein studientechnischen Gruenden, dass der Deal moeglichst bald realisiert wird und Prisa sich einen grossen Anteil an Le Monde angelt, weil das ja meine These der Subregionalitaet im Hinblick auf die Globalisierung der Kapitaleignerstrukturen von europaeischen Medienunternehmen weiter untermauern wuerde.
Ausserdem habe ich gestern im Bus mal laenger ueber die Natur und Eigenschaften von Werbung nachgedacht und bin auf die Nichtfunktionalitaet von Werbung gekommen. Gerade in Anbetracht der Nutzwert und Tauschwert-Idee nach Marx und auch Adorno bleibt Werbung doch scheinbar absolut nutzwertleer. Werbung erscheint wie ein Pilz, der sich auf alles erdenkliche draufsetzt, von jeglichen Aussenflaechen, ueber Zeitschriftenseiten bis TV-Sekunden. Werbung sitzt wie ein Krake auf Raum und Zeit, aber ist eigentlich nie originaerer Nutzen. Eher ein vermeintlicher Nebennutzen, der aber doch fuer die Gesellschaft eigentlich gar keinen Nutzen darstellt. Werbung ist also wie eine Infektion, die alles befaellt, aber darunter laeuft das Leben weiter. Doch scheinbar gibt das System Werbung den Takt an und alles dreht sich darum. Die entscheidende Frage, die ich mir stelle, klingt einfach, aber scheint gar nicht so einfach zu beantworten zu sein: Was waere ohne Werbung? Gaebe es irgendwelche unvermeidlichen Nachteile?
uzumaki - 22. Feb, 19:06
Bin gerade über folgenden Absatz gestolpert, der, wenn ich deine Fragen richtig verstanden habe, hilfreich sein könnte:
Bis Mitte der 60er Jahre blieb trotz der unterschiedlichen Wertungsansätze eine Annahme konstant: Es besteht relative Einigkeit darüber, was als Kunst zu gelten hat und was nicht. Die Theorien dienen eher dazu, den bestehenden Kanon begründen zu können.
Die Wertungsdiskussion seit Ende der 60er Jahre ist durch eine programmatische Abkehr von grundlegenden Voraussetzungen traditioneller Wertungstheorien gekennzeichnet: mit der Veränderung des Literaturbegriffs zum Textbegriff ist die klassisch-romantische Kunstnorm aufgehoben, die autonomie- und werkästhetische Fundierung des Literaturbegriffs wird aufgelöst, die Grenzen zwischen Kunst und Nicht-Kunst werden nivelliert und damit das kulturelle Erbe in Frage gestellt, der literarische Wertbegriff wandelt sich. Seit der Entwicklung des Literaturbegriffes zum Textbegriff gibt es keinen selbstverständlichen Konsens mehr über das, was als Literatur zu gelten hat.
Dennoch ist diese Entwicklung wohl nicht konstant geblieben, da man Konsalik nie in der Schule lesen würde. Es bleibt auf jeden Fall der Unterschied zwischen Literatur und Trivialliteratur. Vielleicht hat sich der Unerschied einfach wieder eingeschlichen. Dann wäre die Frage: warum?
je-guil - 22. Feb, 17:28
Von deiner Elitarismusvorstellung kann ich dich sicher nicht abbringen, da sie sicher auch nicht falsch ist.
Ursprünglich hatte die Literatur u.a. auch die Funktion der "Distinkion". Das Bildungsbürgertum hat hier seine Werte Verankert und sie so kulturell gesichert und sich zugleich von anderen Schichten abgesetzt.
Heute hat noch jemand nach "geschichte Einlauf" gesucht. Es gibt also scheinbar sogar eine empirische WIssenschaft zum Einlauf. Ich habe das Phänomen unterschätzt.
So, muss weiterlesen, um deine Literaturfragen irgendwanneinmal beantworten zu können.
je-guil - 22. Feb, 17:12
Du hast die richtige Einstellung, die Klausur ist vorbei, wie es war ist egal und das naechste Thema wartet. Diese Haltung ist gut fuer die Disziplin und fuer wie wichtig ich Disziplin halte, weisst du ja mittlerweile. Denn nur Disziplin und nichts als Disziplin kann auf Dauer...
Die vergessenen Kopien sind kein Problem. ich warte erstmal auf deinen Brief und schaue mal, ob ich die oder andere Seiten ueberhaupt brauche. Ich muss sagen, dass du mit deinem Thema der Literaturwertung (und das laesst sich ja beliebig auf jegliche kulturellen Produkte ausweiten) eine hochinteressante Problematik angerissen hast. Ich bin gespannt, ueber weitere Kritieren zu einer Grenzziehung zu hoeren, aber meine Uberzeugung, dass da zumindest teilweise auch ein ganz primitiver Elitismus hinter steckt, wirst du schwer ins Wanken bringen koennen. Alleine schon die vielgebrauchte Metapher des Opiums: Dies impliziert ja den manipulierbaren Leser, unmuendig und unkritisch und zugleich auf der anderen Seite die willentlich manipulierenden Autoren solcher Trivialliteratur und die dahinter stehende, profitorientierte Industriemaschinie. Aber schon der Ansatz, die Perspektive auf diese Grenzziehung unterliegt in meinen Augen eines Elitismus. Beim Drogenkonsum diskutieren doch auch nur Buerokraten ueber die Wirkungen, um Himmels willen, den Kontrollverlust, das Ausgeliefertsein, ja, letzlich sogar die organisierten Dealer, die ihre Opfer verfuehren, abhaengig machen und auspressen. Aber geht es nicht um Konsum? Wenn jemand zum Koks greifst schreit ja auch keiner: Oh Gott, den populaeren Scheiss tu ich mir echt nicht an, komm wir hauen ab und rauchen Crack. Es ist also eigentlich gar keine Frage der Grenzziehung, weil es um etwas ganz anderes geht.
Auf der anderen Seite ist dann aber, wie schon erwaehnt, doch wieder der Wunsch nach einer klar definierbaren und legitimierten Grenze da, wenn man nach "The Day after Tomorrow" aus dem Kino kommt und nicht Teil der begeisterten Masse sein will. Dennoch, ich sehe Elitismus ganz eindeutig als fehlende Toleranz und letztlich als Problem der Persoenlichkeit. Ganz klar soll das aber nicht im Geringsten bedeuten, dass eine Diskussion ueber die Wirkungsmechansimen der Industrie, der Profitinteressen, Massenproduktion und Marketingmaschinerien und auch Verfall von Kultur im Hinblick auf eine Verringerung der Bandbreite unterschiedlicher Qualitaeten ueberfluessig waere. Nur muss diese Diskussion nicht mit Elitismus zusammenfallen.
uzumaki - 22. Feb, 12:58
Moin Moin,
erste Klausur ist überstanden und in der Tat habe ich keine Ahnung wie es war und vorallem auch keine Zeit mir daüber gedanken zu machen. Das nächste Thema wartet schon.
Dein Elitismusproblem ist eine sehr interessante Frage. Ungefähr darüber schreibe ich meine Deutschklausuren, da es ein Problem der literarischen Wertung ist und auch eines des Kanons. Ich wollte doch den Leslie Fiedler-text lesen, habe den aber nur auf englisch gefunden und das wollte ich mir nicht antun. Ich glaube, da geht es um genau das Thema. Der Aufsatz heisst: "Cross the border-close the gap". Überhaupt scheint der Fiedler ein cooler Typ zu sein. ISt glauhe ich Prof für entlische Literatur. Vielleicht hast du ja mal Lust den nicht langen Text zu lesen und kannst mir berichtet.
Ich habe nur ein Unterschiedsmerkmal zwischen "hoher" Literatur und Trivialliteratur im Kopf und das ist das der Konventionen. Nämlcih, dass Trivialliteratur bestehende Konventionen oder auch Vorurteile bestätigt, während "hohe" Literatur gerade diese hinterfragt. Deswegen umsäuselt einen angeblich die Trivialliteratur wie das Opium das Volk. Sind jetzt aber wirklich nur noch rudimentäre Reste, die ich im Kopf habe, komme aber gerne später nocheinmal daruf zurück, wenn ich wieder voll in den Themen drinstecke.
Deine Kopien sind rausgegangen. Das hat Verschicken hat 8€ gekostet. Und als ich zu Hause war, was finde ich da? Die ersten drei Seiten vom Mediensystem der BRD.
ICh kannd dir die direkt hinterherschicken oder du wartest auf das erste Paket, schaust durch, ob ich keine Seiten vergessen habe und dann schicke ich die drei Seiten der BRD und die vergessenen. Wie du willst, ist mir egal....
je-guil - 22. Feb, 12:28
Hoffe, du hast die erste Klausur gut ueberstanden. Wie ist es denn gelaufen? Ach, egal wie's gelaufen ist, du weisst von letztem Jahr sicherlich noch eins: Das Gefuehl truegt zwangslaeufig. Deine Probeklausuren haben das ja auch gezeigt.
Habe Saeulen der Erde abgeschlossen und bin heiss auf den naechsten Mittelalter-Schinken und habe gleich mal zwei bestellt. Die Lektuere hat mal wieder die Elitismus-These dieser ganzen Trivialliteratur-Gegner bestaetigt. Natuerlich ist da keine tiefe Erkenntnis rauszuholen, aber darum geht es ja auch gar nicht. Es ist leichte Unterhaltung, aber es ist ja auch nicht das einzige, was man liest und von daher in dieser Funktion legitim. Seien es Literaturkritiker oder ein Adorno im generellen, der Elitismus ist letztlich nichts als ein Entsagen von Genuss, wenn auch vergleichsweise primitiven Genusses.
Leider ist diese Diskussion aber nicht Schwarz-Weiss, weil natuerlich jeder gewisse Buecher, Lieder oder Filme als primitiv erachtet, so wie ich keinen Hollywood-Streifen verteidigen wuerde. Ist das Willkuer oder Steckt da ein Prinzip dahinter, dass ich noch nicht erkannt habe? Wo hoert Anspruch auf und Elitismus faengt an? Wo ist die Grenze? Popularitaet kann diese Grenze fuer mich nach den Saeulen der Erde jawohl nicht markieren.
uzumaki - 21. Feb, 17:40
Haben wieder diverse Suchanfragen zu Einlauf. ICh hätte ja fast gedacht, da sind wir mittlerweile Marktführer, wir kommen da aber erst auf Seite 6 bei google. Außerdem hat der Begriff noch eine andere Bedeutung, auf die ich gar nicht gekommen wäre, nämlich
die hier
Einlaufen, bis der Bauch platzt?
je-guil - 19. Feb, 09:29
Hier dann meine geistige Lerngruppe. Ich bin jetzt doch dazu übergegangen, andere Charaktere bei anderen Themen zu nehmen.

je-guil - 18. Feb, 18:11
Wir haben einen Kommentar? Dann muss ich ja gleich mal gucken. Mensch.... das ist ja schön. Das mit dem T-shirt hätte ich nicht als Problem gesehen. Ich glaube, den wenigsten wäre das aufgefallen und hätten nachgefragt. Und wenn schon.....
Ich suche dann mal den KOmmentar
je-guil - 18. Feb, 18:05
Coole Idee, den Header auf ein T-Shirt zu drucken. Haett ich mich schwer drueber gefreut. Vielleicht kriegen wir doch noch raus, wie das geht.
Allerdings haette das natuerlich weitreichende Konsequenzen. Wenn wir das Logo der Oeffentlichkeit praesentieren, bleibt dieses blog auf keinen Fall ein privater Chat. Bislang haben wir nur einen einzigen Kommentar, das wuerde sich aber dann schlagartig aendern. Ausserdem wuesste ich nicht, ob wir beide dasselbe schreiben wuerden, wenn unsere Freunde auf den chat zugreifen. Theoretisch koennen sie das ja jetzt schon, aber es ist eine unbewusste Gefahr. Wenn du Leuten erklaerst, was das Logo bedeutet und sie dann sagen, dass sie bei Gelegenheit mal vorbeischauen, ist das ne andere Geschichte.
Vielleicht doch eher den daskursiv-Becher?
uzumaki - 18. Feb, 15:45
Wollte vorhin T-shirts bedrucken lassen mit dem header. Ging aber leider nicht, weil die Linien wohl zu dünn sind. Dummerweise hatte ich vorher schon zwei shirts gekauft, um dir dann eins direkt mit den Kopien zu schicken. Vielleicht schicke ich dirs dann ohne Bedruckung sozusagen als Beweis, dass der Wille da war.
Das alles war aber nur ein geschicktes Manöver (guter Suchbegriff, Manöver, Manöwer) um mich vorm Lernen zu drücken. Mit der Selbstdisziplin hast du auf jeden Fall recht. Da wird sich zeigen, ob mein Gerüst einstürzt oder nicht.
Schreibe später nocheinmal mehr. Kopien gehen dann morgen raus.
je-guil - 18. Feb, 15:34
Die Luecken schliessen sich. Zumindest fuer einige Laender habe ich jetzt bis auf ein oder zwei Medien die Besitzerstrukturen komplett. Der Osten macht mir aber noch zu schaffen.
Naechste Woche beginnt die letzte Phase der Recherche. Zum einen werde ich Experten in den jeweiligen Laender anschreiben, unter anderem die Autoren der Laenderberichte, die du freundlicherweise fuer mich kopiert hast. Daneben werde ich einzelne Unternehmen telefonisch kontaktieren, wobei ich mich wohl auf Unternehmen aus Nordwesteuropa und Riesenkonzerne beschraenken werde.
Ich hab echt keinen Bock mehr auf die Recherche. Es wird Zeit fuer den theoretischen Teil. So, wollte nur kurz den Stand der Dinge durchgeben.
bis dahin
uz
uzumaki - 18. Feb, 11:50
Ja, A. hat sich glaube ich mal die Lippe aufgeplustert. Ausloeser war wohl ein Fruchtmix. Ob sie aber Stress hatte, weiss ich nicht mehr. Wieso musst du auch gleich zu ner exotischen Kiwi greifen (Ich erinnere an eines der ersten Seminare, die ich in M. besucht habe und der Typ neben mir hatte die ganze Zeit ne Kiwi auf dem Tisch liegen und ich habe mich die ganze Zeit gefragt, ob er die waehrend des Seminar essen will, kam aber zu dem Schluss, dass er sie schon mal fuer die Pause danach parat gelegt haben muss, doch dann hat er inmitten des Seminars einfach in die Kiwi gebissen und das Ding komplett mit Haut und Haaren aufgefressen,...freue mich schon auf die Suchanfragen im extreme tracking, auf die wir nach diesen abschliessenden Worten angezeigt werden). Ein vertrauter Apfel tut es doch auch. ich bin mittlerweile bei der Technik angekommen, so eine bestimmte Sorte Kellogs zu fressen, dir einem 50% der Faserscheisse geben und da diverses an Obst drin zu versenken, dann hat man fuer den Rest des Tages Ruhe und kann bedenkenlos geniessen. Die Einstellung macht naemlich immer noch den Unterschied. Oder warum ist so mancher Ernaehrungsfreak alle 4 Wochen krank?
Meine neue Lieblingsbeschaeftigung heisst Suchanfragenkoedern. Wenn du mitmachst koennen wir mal sehen, wer die krankesten Anfragen anlockt. Natuerlich muss aber alles dem Hauptzweck des Informationsaustausches dienen. Du darfst also deine Ausdrucksweise variieren und auf kranke Anfragen anpassen, aber nicht wirklich was du schreibst aendern und einefach einen gesamten Beitrag mit kranken Woertern fuellen. Was sagst du?
uzumaki - 17. Feb, 18:00
Habe jetzt doch angefangen, meine Ernährung umzustellen. Zumindest gibt es den Plan und dazugehörige Lebensmittel im Kühlschrank.
Außerdem habe ich seit Ewigkeiten mal wieder eine Kiwi gegessen. Während des Essens ist mir jedoch die Gefährlichkeit dieser Aktion bewusst geworden: Allergischer Schock. Kann ich jetzt gar nicht gebrauchen. Besser ich esse doch nur noch eingeschweisste Dinge, an die mein Körper gewöhnt ist. (Heisst es eigentlich gewöhnt oder gewohnt? Ich tendiere zu gewohnt. Ah ja, es muss heissen: An die mein Körper gewöhnt ist oder: Die mein Kprüer gewohnt ist. Das AN macht den feinen Unterschied)
Keine Zeit für Experimente. Am allerbesten wäre es gar nicht mehr zu essen. Reine Vorsichtsmaßnahme.
Aber im Ernst: Hatte nicht Anke irgendwie sowas, als sie im Stress irgendein Obst gegessen hat oder so... irgendetwas schwebt da im Hinterkopf bei mir herum.
Muss mir langsam mal Gedanken machen über meine Ernährung während der Klausur, oder wie ihr es genannt habt: Nahrungsökonomie. So langsam verstehe ich euer aufgescheuchtes ökonomisches Gerede vor euren Klausuren.
je-guil - 17. Feb, 17:34
Drei Dinge:
1. Ich bin erstaunt. Deine Vorstellungsgabe ist bemerkenswert. Katzen und Piraten scheinen die ganze Lernerei ja fast schon familiaer werden zu lassen.
2. Ich bin veraengstigt. Ich moechte nicht wissen, was fuer kranke Suchanfragen dein letzter Beitrag bedient. "Kacke Katze Kofferpacken"?
3. Ich kann dir nicht viel helfen. Auswendiglernen ist absolut Typsache. Du hast ja meine Technik letztes Jahr kennengelernt. Erstens viel bildlich Stickpunktlisten einpraegen, zweitens im Raum herumgehen und Gegenstaenden Stichpunkte zuweisen, damit man ein Gefuehl fuer die Anzahl der Punkte bekommt. Vielleicht helfen dir weitere Protagonisten, vielleicht ist es aber auch sicherer, bei der bewaehrten Truppe zu bleiben. Was auf jeden Fall hilft, uns zwar typuebergreifend ist die Versprachlichung. Erzaehl es so viel Leuten wie moeglich, allen Mitbewohnern, hier im Kursiv, Familie und auch imaginaeren Personen. Nur dadurch schaffst du haltbare logische Verbindungen zwischen Stichpunkten. Zaehl nicht nur Stichpunkte auf, sondern erzaehl es zusammenhaengend, ganz wie in der Klausur.
Na denn gutes Gelingen. Und Disziplin.Vergiss die Disziplin nicht. Das ist alles, worauf es jetzt ankommt. Das Fundament hast du ueber die letzten Wochen gelegt, aber ob das Haus auch steht oder in sich zusammenfaellt, entscheidet sich erst in den naechsten Tagen. Durch Disziplin, nichts als Disziplin.
uz
uzumaki - 17. Feb, 13:43
Ich habe vorhin damit angefangen, die wichtigsten Punkte für die Klausur am Montag auswendig zu lernen. Ich hasse auswendiglernen und habe das schon seit Ewigkeiten nicht mehr gemacht, außerdem ist das Thema langweilig. Deswegen habe ich zum Kofferpackentrick gegriffen und bis jetzt funktioniert der ganz gut. Ich bin mir allerdings noch nicht sicher wegen der Nebenwirkungen.
Ich versuche das hier jetzt mal vorzuführen:
Kofferpacken mit einem alten Pirtatenkapitän, einer psychodelischen Katze und mir. (Die Reihenfolge der genannten Punkte ist zufällig, passte aber echt gut.)
Der Kapität beginnt. Wie es zu seiner Position passt sagt er:
Im Frontalunterricht übernimmt der Lehrer die Steurerungs- Kontroll- und Bewertungsfunktion. HarHarHar
Da hat er schonmal gut vorgelegt, die Katze legt nach:
Die Zusammenarbeit der Schüler untereinander ist unerwünscht. Die Kommunikation zwischen Lehrer und den Schülern steht im Vordergrund der Aufmerksamkeit.
Ich sage was pragmatisches:
Die Schüler sitzen und gucken nach vorne.
Der Kapitän ist nicht zu unterschätzen und haut richtig auf die Kacke:
Frontalunterricht ist überwiegend thematisch orientiert. Das heisst, dass eine kognitive Strukturierung des Unterrichtsablaufs vorherrscht.
Die Katze legt nach, wie es sich für eine psychodelische Katze gehört:
Die Wirklichkeit, die durch das methodische Handeln des Lehrers und der Schüler im Unterrichtsprozess symbolische hergestellt wird, ist in erster Linie sprachlich. Nur selten wird sie bildlich oder über aktives Schülerhandeln hergestellt, so dass der Sprachanteil des Lehrers regelmäßig höher ist, als der der Schüler.
Ich sage wieder was pragmatisches:
Typischer Unterrichtsablauf
Der Kapitän hat sich wieder beruhigt und schiebt eine ruhige Kugel:
Typische Materialien
Das sollte als Beispiel genügen. Besteht die Gefahr, dass ich in der Stressituation der Klausur das alles durcheinanderwerfe und was von psychodelischen Katzen, die Wirklichkeit definieren und mit einem Piratenkapitän um die Wette klugscheißen schreibe?
Sollte ich für andere Auswendiglernteile auch andere Protagonisten heranziehen oder alles mit der bewährten Truppe durchziehen?
Habe übrigends auch noch eine kleine Zeichnung angefertigt, die die Situation auch bildlich verdeutlichen soll.
je-guil - 17. Feb, 12:28
Helicopter war das Spiel, dass ich erwähnt und wo ich stolz meinen Punktestand präsentiert habe. Rumänien kommt von dir.
Ich frage mich eher, wann jemand das Wort Einlauf benutzt hat.
Die erste Klausur ist am Montag. Die Luft bei mir ist echt raus und ich habe kein Bock mehr, aber was solls. Die nächsten Tage muss ich nocheinmal richtig Gas geben.
Zur Belohnung, dass ich heute so fleißig war und weil ich den Text vorhin in einer Bibliogrphie geseheh habe, werde ich gliech ersteinmal Leslie Fiedlers "Cross the border - close the gap" lesen. Einer der wenigen wiklich wichtigen Texte, die ihre Erstveröffentlichung im Playboy hatten. Hoffentlich sind die Bilder in der Bibliotheksausgabe des Textes enthalten.
Deine Kopien gehen wahrscheinlich morgen raus.
CU, Je
je-guil - 16. Feb, 16:45
wir haben einen interessanten Neuzugang unter den Suchabfragen: "Schule fuer Helicopter in Rumaenien". Wann haben wir uns denn jemals zuvor ueber Hubschrauber ausgelassen? Ich habe die Vermutung, dass du rueckwirkend aeltere Beitraege editierst und "Reizwoerter" einstreust und damit in deiner Funktion als Absurditaets-Multiplikator ueber dich hinauswaechst. Oder google und dessen Nutzer sind nicht ganz sauber.
Hast du eigentlich schon eine Klausur hinter dir? Es ist still geworden auf deiner Seite, aber das ist zu entschuldigen, da Klausuren anstehen. Nach der ersten Klausur erwarte ich aber neben einem ausfuehrlichen Bericht ueber deren Verlauf kurzzeitig wieder gesteigertes Engagement.
uz
uzumaki - 16. Feb, 11:46
Interessant, was du da schreibst. Das wirklich absurde seien unsere Unterhaltungen ueber die Absurditaeten, da dadurch zukuenftig aehnliche Suchabfragen ja im Kursiv fuendig werden. Diese Meta-Absurditaet wuerde dann ja scheinbar unwillkuerlich zur Normalitaet fuehren, da die Absurditaet der Anfragen ja mit steigender Trefferquote abnaehme.
A hoch x entspraeche dann A minus x. Als Strategie liesse sich daraus formulieren, Absurditaet zu vervielfachen, um sie zu reduzieren. In diesem Sinne fallen in uns dann zwei Funktionen zusammen. Wir sind Multiplikatoren und Reduktoren der Absurditaet zugleich. Damit sind wir doch eigentlich auch ziemlich absurd, oder?
Jedenfalls scheint Absurditaet einer Art Selbstaggregation zu unterliegen. Absurde Aggregation also. Der Buchstabe A scheint gerade ein aehnliches Aggregationsverhalten anzunehmen.
A UZ
uzumaki - 15. Feb, 16:38
Aber diese Vorstellung ist so unglaublich absurd. Ich weiß nicht genau, was bei einem Einlauf passiert, aber ich vermute, der Darm wird ausgespühlt oder so. Wie beknackt wäre das, wenn da sowas an der Tagesordnung ist. EIn Doktor zum anderen Doktor: " Mir sind da heut morgen schon wieder zwei Patienten geplatzt."
" Mach dir keine Sorgen, das ist normal, manchmal gehts gut, manchmal halt nicht, ist bloss jedesmal eine riesige Sauerei."
Oh man...
Das wirklich absurde ist, dass wir uns regelmäßig auf die Absurditäten der Suchanfragen einlassen. Also, wenn jetzt noch mal jemand nach dem gleichen Dingen sucht, ist er bei uns genau richtig. Ich präzisiere das nocheinmal für vielleicht erneute Anfragen:
Lieber user,
wenn sie in den nächsten Tagen einen Einlauf bekommen sollen und aus irgendwelchen Gründen Angst haben und nun entsprechende Informationenen auf dieser Seite suchen, können wir sie beruhigen: Die Wahrscheinlichkeit, bei einem Einlauf zu platzen ist denkbar gering. Diese Einschätzung beruht jedoch nicht auf fachlichen Informatinen, sondern nur auf den Einschätzungen eines Laien. Falls sie also wiedererwarten doch platzen sollten, können sie keine Anforderungen an uns stellen.
MfG
das kursiv.
Das mit dem Vergleich anderer Seiten fände ich auch interessant. Ist auch kein Problem. Wir müssen bloss in Weblogs abhängen und gucken, ob das extreme tracking symbol unten ist. Man kann das dann problemlos aufrufen. Wäre ne schöne Kategorie.
je-guil - 15. Feb, 12:08
Cool, danke fuer die Kopiererei. Hoffe, das hat nicht zu lange gedauert. Meine Adresse schicke ich dir mal in ner mail, irgendwie finde ich den Gedanken angenehmer, das hier weitgehend anonym zu fuehren.
Deinen Kommentar zu dem Waelzer aller Waelzer ist erschreckend und zeugt von naiver Selbstueberschaetzung. Es kommt naemlich nicht darauf an, was du in der Hand hast, sondern was drin steckt. Und gerade hier kann das Buch einiges. 1200 Seiten geballtes Weltwissen und trotzdem handlich. Du hast es in der Hand gehalten und verkannt. Dann lass mal hoeren, was ihr so an dicken Schinken zu bieten habt. Ihr, die ihr nie ne 1.0 kriegt und gar nicht kriegen koennt, weil in euren Buechern das Wissen so unkonzentriert ist, dass Buecher mit bis zu 16, manchmal 17.000 Seiten hergestellt werden, die die armen Studenten dann aber gar nicht mehr in der Hand halten und umblaettern koennen. So ein Schande, na, dann gehn wir doch wieder lieber fuer ein paar Stuendchen an die Saege, was?
Hiermit genug der FB-Kriegerei. Diese Suchabfragen verstoeren mich auch. Wenn du mal die Gesamtheit der Suchanfragen anschaust, dann gewinnt man doch den Eindruck, dass wir da echt ne abgefreakte Mischung haben. Entweder obszoen oder verstoert. Interessant waere ja mal, die Suchanfragen anderer Blogs oder anderer Webseiten zu sehen. Ob man von den Suchanfragen her auf den Inhalt oder Charakter der Seite schliessen kann? Aber was muesste man dann beim Kursiv vermuten? Herr je.
Was den Einlauf betrifft, so halte ich den Hypochonder fuer am wahrscheinlichsten. Das ist aehnlich wie mit unserer Casino-Party. Wir gehen kurz runter in den Keller, um zu sehn, wie weit die Maedels so sind und schauen mit zunehmender Panik zu, wie ein hauchduennes Tuch direkt unter die heisse Gluehbirne gespannt wird und damit direkter Kontakt hergestellt wird. Bevor du was sagen willst kommen die Selbstzweifel, ob man nicht mit der Panik uebertreibt und das alles vielleicht ganz harmlos ist. Also doch lieber wieder hoch gehen, Rechner anschmeissen, google aufrufen und "Tuch Gluehbirne brennt" eingeben. Oder eben "Einlauf Bauch platzt".
uzumaki - 15. Feb, 10:24
Dein Kram ist kopiert. Mail mir mal deine Adresse und dann kriegst du es.
Außerdem war das Buch ja wohl gar nicht so dick. Also, wenn das alles ist, was ihr zu bieten habt, dann weiß ich, warum die Medienbranche so in den Seilen hängt und ihr alle ein Diplom mit 1,0 macht. Echt lächerlich dünn das Dingen....
Mir geht die Suchanfrage "Einlauf Bauch platzt" nicht mehr aus dem Kopf. Was ist denn das bitteschön? Eine sexuelle Phantasie oder hat da ein Hypochonder vor einem Einlauf mal gegoogelt, was da so passieren kann. "Einlauf Bauch platzt", das klingt nun wirklich so
je-guil - 14. Feb, 20:08
Nette Geschichte, mit dem Einsblock das. Und das mit dem download-dingen werde ich bei Gelegenheit mal ausprobieren.
Echt erstaunlich, was Leute so suchen... (EInlauf Bauch platzt ?). UNd noch viel erstaunlicher ist, dass sie hier landen. Wann haben wir denn hier mal über einen Einlauf geschrieben? Jetzt!
Naja, werde gleich deinen Kram kopieren.
bis dann
je-guil - 14. Feb, 12:59
Schau dir jetzt nochmal die Suchabfragen im extreme tracking an. Oh Mann.
uzumaki - 14. Feb, 12:23
Ich bin am Freitag mit J. und T. auf ner Hausparty in F. gewesen. Es war ziemlich viel los, vor allem waren alle schon hoffnungslos besoffen, als wir da ankamen. Als ich in die Kueche kam, wurde mir auch direkt klar, warum: Auf dem Kuechentisch stand ein riesiger Eisblock, bestimmt 40x40x30cm. Auf der Oberkante war, scheinbar mit heissem Wasser, eine Rinne in den Eisblock geschmolzen, die sich zur gegenueberliegenden Kante hin immer tiefer in den Eisblock zu graben schien und etwa in der Mitte zum Tunnel wurde und von der Oberflaeche verschwand. Auf der gegenueberliegenden Seite kam er Tunnel in einem kleinen Loch heraus, etwa so gross wie ne 2 Euro Muenze. Um den Eisblock herum draengelten sich die Leute, bestimmt zehn. Gelegentlich hoerte ich Schreie und lautes Lachen. Auf dem Kuechentisch standen unzaehlige Flaschen hochprozentigen Alkohols und die meisten davon waren erwartungsgemaess leer. Ich schob mich dann zwischen den leuten naeher an den Eisblock und wurde Zeuge dieses Spektakels. Ein Typ kniete sich vor den Eisblock und presste seinen Mund an das Tunnelloch und sein Kumpel liess Southern Comfort von der anderen Seite durch die Rinne laufen. Kurz spaeter hat der Typ in den Muelleimer neben ihm gekotzt. Dann haben sie mich entdeckt. Ich habe mich fuer Sambuca entschieden - vielleicht ein grosser Fehler? Und dann kam J. in die Kueche. Du weisst schon, J., der gerne seine 10 Pint trinkt und weiter macht, bis keiner mehr kann und am naechsten Tag nen Alster zum Fruehstueck mixt. J. hat den Leuten auf der Party ne Lektion verpasst und zwei bis drei Juenglinge ins Koma gestuerzt. Am Ende war er aber nicht mehr zu gebrauchen. Um halb 2 sind wir dann rausgeflogen, weil T. sich mit irgendeinem Typen angelegt hatte, der in dem Haus wohnte. In letzter Zeit wird er immer total aggressiv, wenn er gesoffen hat. Zwischenzeitlich hatte ich ihn auch mal am Eisblock saugen sehn. Draussen ist T. stinksauer geworden, weil ihm der Grund fuer den Rausschmiss nicht klar war und fing an, die beiden Typen, die uns hinausbegleitet hatten, derb zu beschimpfen. Die beiden gingen wieder rein und guckten von der Tuer aus zu. Leider Gottes stand auf der anderen Strassenseite ne Muellhalde. Und T. kam die Idee, er wuerde denen einen Stein ins Fenster schmeissen, dann wuerden sie schon sehen, dass man T. nicht so einfach rausschmeisst. Waehrend er dann zwischen Teppichresten und Styroporverpackungen herumfingerte kamen die beiden Typen in Unterhemden wieder, diesmal weniger freundlich und wollten ziemlich schnell zur Sache kommen, weil sie natuerlich sehen konnten, was T. vor hatte. Erstaunlicherweise war J. noch in der Lage, die Gefahr zu erkennen und half mir, die beiden Typen zu beschwichtigen und T. wegzuzerren. T. fluchte auf dem Weg nach Hause zwar weiterhin rum, aber die Idee zurueckzugehen und einen riesigen Stein ins Fenster zu schmeßen, schien er zum Glück nach ein paar Minuten vergessen zu haben. Wir mussten etwa 5 Minuten bis zur Hauptstrasse laufen und dann nochmal 5 Minuten bis nach Hause. Mir war klar, dass T. spaetestens auf der Hauptstrasse die Party vergessen wuerde und nur noch an die Take aways am Ende der Strasse denken wuerde. Doch noch auf dem Weg zur Hauptstrasse stolperte er, wie ein Wunder, ueber einen perfekt geformten Backstein.
Eigentlich wollte ich was ganz anderes erzaehlen. Naemlich dass ich mich auf dieser Party mit einem Typen aus Suedafrika unterhalten habe, der offensichtlich ein Internetprofi war. Mit seinem Job hielt er sich bedeckt und wollte nicht mehr preis geben, als dass er hinter dem Haengeschloss-Symbol auf der ebay-Website steckt. Er muss also in irgendeiner Internet-security-Firma arbeiten, die aber scheinbar gut im Geschaeft sind. Jedenfalls kam das Gespraech irgendwann auf CDs und Musik herunterladen und er hat T. mehrere Minuten lang vorgefuehrt, weil T. noch Original-CDs kauft. Spaeter habe ich mich gefragt, ob das mit dem Ausklang des Abends zu tun hatte. Der Typ fragte ihn jedenfalls immer wieder, warum er denn noch CDs kaufen wuerde. Und T., der von diesem ganzen Internet und Download Kram nicht viel weiss, antwortete ganz ehrlich, weil die CDs im Sonderangebot waren. Dieser andere Typ wiederholte seine Frage immer wieder, weil er eben auf kostenloses Herunterladen heraus wollte und T. damit als Idioten darstellte, der fuer etwas bezahlt, das clevere Koepfe wie der Suedafrikaner eben kostenlos bekommen. Als es dann etwas konkreter wurde, liess er scheinbar etwas von seinem Insiderwissen heraushaengen und empfahl CDplusplus. Das sei zur Zeit die beste der Peer-to-peer-Geschichten. Vielleicht hast du ja schon davon gehoert, wenn nicht, probiers doch mal aus. www.cdplusplus.com
von der website her machts nen guten Eindruck. Vielleicht steckt hier dein so lange ersehnter unendlicher Zugang zu saemtlichen CD- und Schallplatten-Archiven dieser Erde.
uz
uzumaki - 14. Feb, 12:16